
Einfach erklärt. Sofort umsetzbar. Alltagstauglich.
Dein Welpe ist da. 🐶 Dieses kleine flauschige Wunder liegt in deinen Armen – und du denkst: „Oh mein Gott. Was mache ich jetzt?“ Keine Panik. Wirklich nicht. 😊 Die ersten 4 Wochen mit einem Welpen sind aufregend, wunderschön – und manchmal auch ein bisschen chaotisch. Das glaubt mir keiner wie oft ich in diesen ersten Wochen nicht gewusst habe ob ich lachen oder weinen soll. Lol. 😄 Aber ich verspreche dir: Mit der richtigen Struktur von Anfang an wird alles so viel einfacher. Für dich. Und für deinen Welpen. 🐾
Warum die ersten 4 Wochen so entscheidend sind
Die ersten Wochen im neuen Zuhause sind die wichtigsten im Leben deines Welpen. Was er jetzt lernt – und was er jetzt erlebt – prägt ihn für sein ganzes Leben. Das ist keine Übertreibung. Das ist Wissenschaft. Wer jetzt die richtige Basis legt hat es später so viel einfacher. Wer dagegen wartet und denkt „er ist noch klein, das hat Zeit“ – der kämpft später gegen eingeschliffene Gewohnheiten. Deshalb gilt: Starte jetzt! 🐾
Die gute Nachricht? Es ist gar nicht so schwer. Versprochen. 😊 Wer sich außerdem vorher gut vorbereitet findet in der Welpen Erstausstattung Liste alle wichtigen Produkte auf einen Blick. Und wer noch keinen Namen hat schaut am besten in die männlichen oder weiblichen Hundenamen – weil der Name das allererste Training ist!
Woche 1 – Ankommen & Vertrauen aufbauen
Die erste Woche dreht sich um eines: Sicherheit. Dein Welpe hat gerade seine Mama, seine Geschwister und seine gewohnte Umgebung verlassen. Das ist für ihn eine riesige Veränderung – deshalb braucht er jetzt vor allem Ruhe und dein Vertrauen.
Was du in Woche 1 machst: Einen sicheren Rückzugsort einrichten – ein Welpenkörbchen oder eine Transportbox immer an derselben Stelle. Dein Welpe braucht einen Platz der nur ihm gehört. Ruhige Umgebung schaffen – keine lauten Partys, keine aufgeregten Besucher. Fütterungszeiten festlegen – drei bis viermal täglich zur selben Zeit. Struktur von Anfang an ist Gold wert.
Den Namen einführen – sag seinen Namen immer freundlich und positiv. Sobald er aufschaut sofort mit Leckerlis belohnen. Und die ersten Nächte überstehen – dein Welpe wird wimmern. Das ist normal. Eine Wärmflasche und ein Kleidungsstück mit deinem Geruch helfen enorm.
💡 Tipp: Stell die Transportbox in der ersten Woche neben dein Bett – das gibt deinem Welpen Sicherheit ohne dass er in deinem Bett schläft.
Was du in Woche 1 NICHT machst: Zu viele neue Menschen auf einmal, lange Spaziergänge weil er noch nicht geimpft ist, schimpfen wenn er einen Unfall hat, und den Welpen alleine lassen – noch nicht.

Woche 2 – Erste Regeln & Stubenreinheit
Jetzt wo dein Welpe angekommen ist beginnt das eigentliche Training. Und nein – das ist nicht zu früh. Welpen können ab der 8. Lebenswoche lernen. Tatsächlich ist jetzt der perfekte Zeitpunkt! 🐾
Stubenreinheit – so geht’s wirklich: Das ist das Thema Nummer 1 in Woche 2. Die Grundregel: Welpen müssen nach dem Schlafen, nach dem Fressen und nach dem Spielen raus. Immer. Ohne Ausnahme. Welpe wacht auf → sofort raus. Welpe hat gefressen → sofort raus. Welpe hat gespielt → sofort raus. Draußen macht er sein Geschäft → riesiges Lob und Leckerli! Unfall drinnen → ruhig bleiben, sauber machen, weitermachen. Mehr dazu im Artikel Welpe stubenrein – so klappt es wirklich. 🐾
💡 Merke: Dein Welpe hat noch keine Kontrolle über seine Blase. Er kann noch nicht warten. Das kommt mit der Zeit – jedoch nur wenn du konsequent bist.
Erste Kommandos einführen: „Sitz“ ist das erste und wichtigste Kommando – Leckerli über den Kopf halten, Welpe setzt sich automatisch, „Sitz“ sagen und belohnen. „Nein“ immer ruhig und klar – nicht schreien, sondern sofort auf richtiges Verhalten umleiten. Namenstraining: Name sagen, Welpe schaut, belohnen – zehn bis zwanzig Mal täglich in kurzen Sessions von fünf Minuten. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die 10 Grundkommandos die jeder Hund kennen sollte. 🐾
Beschäftigung – so wichtig wie Schlafen: Ein gelangweilter Welpe ist ein destruktiver Welpe. Das ist keine Theorie – das ist Alltag. 😄 Deshalb ist Beschäftigung genauso wichtig wie Training. Ein Kong Classic mit eingefrorenem Futter und eine Schnüffelmatte sind dabei absolute Must-Haves. 🐾
Woche 3 – Alleine bleiben lernen & Leine einführen
Jetzt wird es spannend! 🐾 Das Alleine bleiben ist eines der wichtigsten Dinge die du deinem Welpen beibringen kannst. Außerdem ist der häufigste Fehler – es wird zu spät angefangen. Wer jetzt nicht anfängt kämpft später gegen Trennungsangst.
So gehst du vor: Geh ins Badezimmer – Tür zu – 30 Sekunden warten. Ruhig zurückkommen – kein großes Hallo. Langsam steigern – 1 Minute, 2 Minuten, 5 Minuten. Niemals zurückgehen wenn er bellt. Belohnen wenn er ruhig war. Klingt simpel – ist es auch. Jedoch überspringen die meisten diesen Schritt. Und dann wundern sie sich warum ihr Hund nicht alleine bleiben kann. Mehr dazu im Artikel Hund alleine bleiben – Schritt für Schritt. 🐾
Die Leine einführen: Ab Woche 3 kannst du die Leine einführen – noch drinnen! Deshalb ist jetzt der perfekte Zeitpunkt um die Grundlagen zu legen. Welpengeschirr anlegen mit vielen Leckerlis. Kurz drinnen an der Trainingsleine gehen. Leine locker halten – nie ziehen. Immer positiv, immer mit Leckerlis.
🧠 WTF-Fakt: Welpen die in den ersten Wochen positiv an die Leine gewöhnt werden ziehen später deutlich weniger. Das ist Wissenschaft – deshalb ist früh anfangen so wichtig! Mehr dazu im Artikel Leinenführigkeit trainieren.

Woche 4 – Sozialisierung & erste Abenteuer
Dein Welpe ist jetzt – wenn alles gut gegangen ist – vollständig geimpft. Die Welt wartet! 🌍 Die Sozialisierungsphase beim Hund endet mit etwa 16 Wochen. Was dein Welpe jetzt erlebt – Menschen, Geräusche, andere Hunde, Autos – das prägt ihn deshalb für sein ganzes Leben.
Lass deinen Welpen viele verschiedene Menschen kennenlernen. Verschiedene Geräusche erleben – Autos, Fahrräder, Kinder. Erste Begegnungen mit anderen Hunden ermöglichen. Verschiedene Oberflächen – Gras, Asphalt, Kies – erkunden lassen. Und wenn möglich öffentliche Verkehrsmittel ausprobieren. Wichtig dabei: Immer positiv! Dein Welpe soll die Welt als sicheren, schönen Ort erleben. Nie in Situationen drängen die ihm Angst machen. 🐾
Erste echte Spaziergänge: Jetzt darf er endlich wirklich raus! 🎉 Jedoch bitte nicht zu lange – Welpen brauchen kurze Spaziergänge. Für Freiheitsübungen draußen ist außerdem eine 10-Meter-Schleppleine ideal.
| Alter | Maximale Gehzeit |
|---|---|
| 8 Wochen | 10 Minuten |
| 10 Wochen | 15 Minuten |
| 12 Wochen | 20 Minuten |
| 16 Wochen | 25 Minuten |
Faustregel: 5 Minuten pro Lebensmonat – zweimal täglich. 🐾
Die 5 größten Fehler in den ersten 4 Wochen
Fehler 1 – Zu viel auf einmal: Training, Sozialisierung, Kommandos – alles gleichzeitig. Dein Welpe ist überwältigt. Weil Schritt für Schritt immer besser ist als alles auf einmal nimm dir Zeit!
Fehler 2 – Zu lange Trainingseinheiten: 5 Minuten konzentriert sind mehr wert als 30 Minuten frustriert. Welpen haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne – arbeite deshalb damit!
Fehler 3 – Inkonsistenz: Heute erlaubt, morgen verboten. Das verwirrt deinen Welpen komplett. Was einmal erlaubt ist muss daher immer erlaubt sein – und umgekehrt.
Fehler 4 – Strafen statt leiten: „Nein!“ „Böser Hund!“ – das erzeugt Stress und kein Verständnis. Zeig deinem Welpen deshalb was er tun soll – nicht nur was er nicht tun soll. Falls dein Welpe beißt findest du im Artikel Welpe beißt – was wirklich hilft konkrete Tipps.
Fehler 5 – Das Alleine bleiben vergessen: Das ist der häufigste Fehler überhaupt. Wer in den ersten Wochen nicht anfängt kämpft später gegen Trennungsangst. Und das ist so viel schwerer zu lösen. 🐾
Der 4-Wochen-Trainingsplan auf einen Blick
| Woche | Fokus | Wichtigste Aufgabe |
|---|---|---|
| Woche 1 | Ankommen & Vertrauen | Sicherer Rückzugsort, Name lernen |
| Woche 2 | Erste Regeln | Stubenreinheit, Sitz, Beschäftigung |
| Woche 3 | Alleine bleiben & Leine | Kurze Absencen, Leine einführen |
| Woche 4 | Sozialisierung | Erste Spaziergänge, neue Erfahrungen |
Online-Kurse als Unterstützung
Manchmal braucht man professionelle Unterstützung – und das ist absolut kein Zeichen von Schwäche. Sarah Löwenstein bietet einen strukturierten 8-Wochen-Welpenkurs für 99€ – perfekt für Erstbesitzer. Désirée Scheller erklärt wunderbar warum Hunde so handeln wie sie es tun – Gold wert für die ersten Wochen. Und mydog365 bietet über 150 Tagesaufgaben und Live-Webinare für die langfristige Begleitung. Alle drei findest du ausführlich im Online Welpenkurs Vergleich. 🐾
Häufige Fragen – kurz und ehrlich beantwortet
Ab wann darf ich mit dem Training anfangen? Sofort – ab Tag 1. Nicht mit harten Kommandos aber mit positiver Gewöhnung, Namenstraining und ersten Regeln. Weil früh anfangen immer besser ist als warten. 🐾
Mein Welpe beißt ständig – was tun? Welpen beißen – das ist normal. Sie erkunden die Welt mit dem Maul. Ruhig „Au“ sagen, Spiel stoppen, Kauspielzeug anbieten. Nie die Hand wegziehen – das macht es spannender. Mehr dazu im Artikel Welpe beißt – was wirklich hilft.
Wie viel Schlaf braucht mein Welpe? Viel mehr als du denkst! Welpen schlafen 16-20 Stunden täglich. Lass ihn deshalb schlafen – Schlaf ist für die Entwicklung enorm wichtig. 🐾
Wann kann ich meinen Welpen alleine lassen? In den ersten 2 Wochen am liebsten gar nicht. Ab Woche 3 kurze Absencen einführen – langsam steigern. Weil das Fundament für das Alleine bleiben jetzt gelegt wird.
Mein Welpe hört nicht auf seinen Namen – was tun? Mehr üben, kleinere Schritte, bessere Leckerlis. Außerdem niemals den Namen rufen wenn du schimpfst – der Name soll immer positiv sein! Falls das Problem anhält findest du im Artikel Hund hört nicht mehr weitere Tipps. 🐾
Welpen springt an Menschen an – was tun? Sofort ignorieren – Blick weg, Arme verschränken, kein Augenkontakt. Sobald er alle vier Pfoten am Boden hat sofort belohnen. Mehr dazu im Artikel Hund springt an – so trainierst du es weg.
Fazit – du schaffst das! 🐾
Die ersten 4 Wochen mit einem Welpen sind eine der schönsten – und aufregendsten – Zeiten die du als Hundebesitzer erlebst. Es gibt Momente wo du denkst: „Was habe ich mir dabei gedacht?“ Und gleichzeitig gibt es Momente wo du denkst: „Ich möchte nie wieder ohne Hund leben.“ Beides ist normal. Beides gehört dazu.
Bleib deshalb konsequent, bleib geduldig – und vergiss nie: Dein Welpe will nichts lieber als dir zu gefallen. Das glaubt mir keiner wie schnell aus dem kleinen chaotischen Wesen ein wunderbarer treuer Begleiter wird. 🐾
Schau auch gerne in die Artikel Leinenführigkeit trainieren, Hund alleine bleiben und die Welpen Erstausstattung Liste für weitere hilfreiche Tipps. 🐾
Dieses Poster kannst du dir ganz einfach ausdrucken und aufhängen – als tägliche Erinnerung für dich und deinen Hund. 🐾
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