
Du stehst im Supermarkt vor 20 verschiedenen Welpenfutter-Sorten und weißt nicht, welche wirklich gut ist? Damit bist du nicht allein. Die richtige Ernährung in den ersten Lebensmonaten legt den Grundstein für ein langes, gesundes Hundeleben, deshalb lohnt es sich, hier genau hinzuschauen. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, worauf es bei der Welpenernährung wirklich ankommt – von der Futterauswahl bis zur täglichen Routine.
Warum die Ernährung im Welpenalter so wichtig ist
Ein Welpe wächst in den ersten Monaten schneller als in jeder anderen Lebensphase. Deshalb braucht sein Körper genau die richtige Menge an Nährstoffen – weder zu viel noch zu wenig. Wächst dein Welpe zu schnell, steigt das Risiko für spätere Gelenkprobleme, besonders bei großen Rassen wie Neufundländer oder Berner Sennenhund. Wächst er zu langsam, kann das auf eine Mangelernährung hindeuten. Daher ist regelmäßiges Beobachten wichtiger, als du vielleicht denkst.
Das richtige Futter auswählen
Achte auf ein hochwertiges Welpenfutter mit spezieller Welpenformel, denn Welpen haben einen anderen Nährstoffbedarf als ausgewachsene Hunde. Wichtig sind hochwertige, tierische Proteine als Hauptbestandteil – prüfe dafür das Futteretikett und achte darauf, dass Fleisch möglichst weit oben in der Zutatenliste steht.
Vermeide außerdem Futter mit künstlichen Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffen. Wähle das Futter alters- und rassegerecht, weil kleine und große Rassen unterschiedliche Wachstumsverläufe haben. Bist du unsicher, frag lieber einmal zu viel beim Tierarzt oder Ernährungsberater nach, als im Nachhinein etwas falsch zu machen.
Fütterung im Alltag richtig gestalten
Welpen brauchen mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, weil ihr kleiner Magen große Portionen nicht gut verarbeitet. Die Futtermenge passt du dabei an Alter und Gewicht an – zu viel Futter belastet den Verdauungstrakt, zu wenig bremst das Wachstum aus.
Regelmäßige Fütterungszeiten helfen deinem Welpen, einen stabilen Rhythmus zu entwickeln. Entferne den Napf nach 15 bis 20 Minuten wieder, auch wenn noch Futter drin ist – so lernt dein Welpe, dass es feste Essenszeiten gibt, statt den ganzen Tag zu naschen. Stelle ihm dabei immer frisches Wasser bereit, denn Wassermangel wird im Alltag oft übersehen.
Fütterungsplan nach Alter
| Alter des Welpen | Mahlzeiten pro Tag |
| 8 – 12 Wochen | 4 Mahlzeiten täglich |
| 3 – 6 Monate | 3 Mahlzeiten täglich |
| 6 – 12 Monate | 2 Mahlzeiten täglich |
| Ab 12 Monate | 2 Mahlzeiten täglich |
Diese Werte sind eine gute Orientierung, jedoch solltest du die Futtermenge immer zusätzlich an Rasse, Gewicht und Aktivität deines Welpen anpassen. Einen ausführlicheren Plan mit festen Portionsgrößen findest du in unserem Artikel Welpen-Fütterungsplan.
Was in den Napf gehört – und was nicht
Ein gesunder Napf enthält hochwertiges Welpenfutter, frisches Fleisch wie Huhn, Rind oder Pute, gesunde Kohlenhydrate wie Reis oder Süßkartoffeln sowie Gemüse wie Karotte, Kürbis oder Zucchini. Gesunde Öle, etwa Lachsöl, und ausreichend frisches Wasser runden die Ernährung ab. Mehr geeignetes Gemüse und Obst findest du in unseren Artikeln Gemüse für Hunde und Obst für Hunde.
Manche Lebensmittel sind für Welpen jedoch gefährlich und gehören auf keinen Fall in den Napf: Schokolade, Zucker, Trauben und Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Avocado, Macadamia-Nüsse, rohes Schweinefleisch, viel Salz sowie Alkohol und Koffein. Diese Lebensmittel können deinem Welpen ernsthaft schaden, deshalb solltest du sie konsequent vermeiden.
Eine ausführlichere Übersicht zu sicheren, kritischen und gefährlichen Lebensmitteln findest du in unserem Artikel Hunde Ernährung: Sichere und gefährliche Lebensmittel im Überblick. Was du konkret tun musst, wenn dein Welpe trotzdem etwas Gefährliches erwischt hat, steht in unserem Artikel Hund hat giftiges Lebensmittel gefressen: Diese Sofortmaßnahmen zählen jetzt.
Besondere Beachtung im Welpenalter
Welpen haben einen empfindlichen Magen, deshalb solltest du sie langsam an neue Lebensmittel gewöhnen. Achte auf eine gute Verdauung – fester Kot ohne Durchfall ist ein gutes Zeichen dafür, dass das Futter passt. Zeigt dein Welpe Anzeichen einer Unverträglichkeit oder Allergie, versuche den Auslöser zu erkennen und konsequent zu vermeiden.
Bei anhaltenden Problemen solltest du nicht zögern, tierärztlichen Rat einzuholen, denn frühzeitiges Handeln erspart deinem Welpen unnötiges Leid.
Wachstumskontrolle besonders bei großen Rassen
Kontrolliere das Gewicht deines Welpen regelmäßig und beobachte, ob das Wachstum gleichmäßig verläuft. Die Rippen sollten leicht spürbar, jedoch nicht sichtbar sein – das ist ein einfacher Richtwert für ein gesundes Gewicht. Wächst dein Welpe zu schnell, steigt das Risiko für Gelenkprobleme, wächst er zu langsam, kann eine Mangelernährung dahinterstecken.
Bei großen Rassen wie Neufundländer ist dieser Punkt besonders wichtig, weil ihr schnelles Wachstum die Gelenke stark belasten kann. Bist du dir unsicher, frag lieber frühzeitig beim Tierarzt nach, statt abzuwarten.
Tägliche Routine für eine gesunde Ernährung
Eine feste tägliche Routine hilft dir und deinem Welpen gleichermaßen. Dazu gehören geregelte Mahlzeiten am Morgen, Mittag und Abend, ausreichend frisches Wasser sowie das gelegentliche Dokumentieren von Leckerlis und Gewicht. So behältst du den Überblick, obwohl der Alltag mit Welpe oft turbulent ist.
Eine monatliche Kontrolle von Gewicht, Futterumstellungen und möglichen Tierarztbesuchen hilft dir zusätzlich, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Du willst Ernährung nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit der gesamten Welpenerziehung verstehen? Im Buch „Welpen erziehen – Das große Welpen-Handbuch“ findest du dazu ein ausführliches eigenes Kapitel.
Damit du bei all diesen Punkten nicht den Überblick verlierst, haben wir eine praktische Checkliste als Wandposter entwickelt, die dir Fütterungsplan, verbotene Lebensmittel und tägliche Routine auf einen Blick zeigt – zum Ausdrucken und Aufhängen direkt in der Küche.
Wer sich außerdem noch fragt, was zur Grundausstattung eines Welpen gehört, findet in unserem Artikel Welpen Erstausstattung – Liste und was nicht weitere hilfreiche Tipps, unter anderem zu Näpfen und Futteraufbewahrung.
Häufige Fragen zur Welpenernährung
Wie oft sollte ich meinen Welpen füttern?
Das hängt vom Alter ab: Junge Welpen zwischen 8 und 12 Wochen brauchen 4 Mahlzeiten täglich, ältere Welpen ab 6 Monaten kommen mit 2 Mahlzeiten täglich aus.
Wie viel Prozent der Tagesration dürfen Leckerlis ausmachen?
Maximal 10 % der Tagesration sollten aus Leckerlis bestehen, damit die Hauptnahrung ausgewogen bleibt.
Woran erkenne ich, ob mein Welpe zu schnell wächst?
Achte auf die Rippen: Sie sollten leicht spürbar, jedoch nicht sichtbar sein. Wächst dein Welpe deutlich schneller als erwartet, sprich frühzeitig mit deinem Tierarzt.
Welche Lebensmittel sind für Welpen giftig?
Schokolade, Trauben, Zwiebeln, Knoblauch, Avocado und Macadamia-Nüsse gehören zu den gefährlichsten Lebensmitteln und sollten niemals gefüttert werden. Was im Notfall zu tun ist, steht in unserem Artikel zu Sofortmaßnahmen bei Vergiftung.
Wie hilft mir die Ernährungs-Checkliste im Alltag?
Die Checkliste fasst Fütterungsplan, verbotene Lebensmittel und tägliche Routine kompakt zusammen, sodass du sie zum Beispiel an den Kühlschrank hängen und jeden Tag schnell abhaken kannst.
Fazit
Eine ausgewogene Ernährung ist einer der wichtigsten Bausteine für ein gesundes Welpenleben. Wähle hochwertiges Futter, halte dich an feste Fütterungszeiten und behalte das Wachstum deines Welpen regelmäßig im Blick. So legst du von Anfang an den Grundstein für ein langes, glückliches Hundeleben.
Dieses Poster kannst du dir ganz einfach ausdrucken und aufhängen – als tägliche Erinnerung für dich und deinen Hund. 🐾
Weniger Stress. Mehr Vertrauen. Besseres Hundetraining. 🐾 🐾





