25 Hundetraining Übungen für zuhause – einfach erklärt


25 Hundetraining Übungen für zuhause – Infografik

Einfach erklärt. Sofort umsetzbar. Alltagstauglich.

👉 Jetzt als Poster ansehen

Du brauchst keinen großen Garten, keine teure Hundeschule und auch kein perfektes Wetter. Hundetraining zuhause funktioniert – und zwar besser als viele denken. Weil dein Hund zuhause entspannt ist, lernt er dort oft schneller als draußen mit all den Ablenkungen.

Deshalb habe ich dir hier 25 einfache Übungen zusammengestellt, die du sofort heute noch ausprobieren kannst. Egal ob Welpe oder erwachsener Hund – diese Übungen passen für jeden. Und das Beste: du brauchst dafür nur ein paar Leckerlis und 10 Minuten Zeit.

💡 Tipp: Für alle Übungen brauchst du einen guten Leckerli-Vorrat und am besten einen Leckerli-Beutel – so hast du immer eine Hand frei. Mehr als ein Poster – dein täglicher Trainingsbegleiter. 🐾

Warum Hundetraining zuhause so effektiv ist

Viele Hundebesitzer denken, Training braucht viel Platz und Zeit. Dabei reichen oft schon 10–15 Minuten täglich zuhause, um echte Fortschritte zu sehen. Weil dein Hund in seiner gewohnten Umgebung entspannt ist, kann er sich besser konzentrieren.

Außerdem festigt regelmäßiges Training die Bindung zwischen dir und deinem Hund – und das ist unbezahlbar. Hunde die täglich mit ihrem Menschen trainieren sind ausgeglichener, ruhiger und deutlich gehorsamer im Alltag.

Wichtig ist dabei: kurze Einheiten, viel Lob und niemals Druck. Denn Hunde lernen durch positive Verstärkung viel schneller als durch Strafe. Wenn du das verstanden hast, wird Training zum echten Spaß – für euch beide.

Die Grundregeln vor dem Training

Bevor wir zu den Übungen kommen, kurz die wichtigsten Regeln. Erstens: immer mit Leckerlis belohnen – zumindest am Anfang. Dein Hund muss verstehen, was du von ihm willst. Zweitens: maximal 10–15 Minuten pro Einheit – danach wird dein Hund müde und unkonzentriert.

Drittens: immer mit Erfolg aufhören – lieber eine Übung kürzer machen als mit Frust zu enden. Und viertens: Konsequenz ist alles – was heute erlaubt ist, muss morgen auch erlaubt sein. Deshalb ist es so wichtig, dass alle Familienmitglieder dieselben Regeln befolgen.

⚠️ Wichtig: Trainiere nie wenn du gestresst oder ungeduldig bist. Hunde spüren deine Stimmung sofort – und lernen dann schlechter. Lieber 5 Minuten als gar keine Einheit.

Übungen 1–5: Die absoluten Grundkommandos

Diese fünf Übungen sind die Basis für alles andere. Deshalb starten wir hier – egal wie alt dein Hund ist. Wer die Grundkommandos sitzt, hat das Fundament für alle weiteren Übungen gelegt.

1. Sitz

Das erste Kommando das fast jeder Hund lernt – und trotzdem wird es oft falsch geübt. Halte ein Leckerli über den Kopf deines Hundes und bewege es leicht nach hinten. Sobald dein Hund automatisch in die Sitzhaltung geht, sagst du „Sitz“ und gibst das Leckerli sofort. Nach wenigen Wiederholungen verbindet dein Hund das Wort mit der Bewegung.

2. Platz

Vom Sitz aus hältst du ein Leckerli vor die Nase deines Hundes und führst es langsam nach unten zum Boden. Sobald er liegt, sagst du „Platz“ und belohnst sofort. Weil viele Hunde diese Bewegung zuerst verweigern, brauchst du hier etwas Geduld – aber sie kommt!

3. Bleib

Lass deinen Hund sitzen, sagst du „Bleib“ – machst einen Schritt zurück und gehst sofort wieder zurück um zu belohnen. Steigere die Distanz ganz langsam über mehrere Tage. Deshalb ist es wichtig, nicht zu schnell voranzugehen – sonst bricht dein Hund ab und lernt das Falsche.

4. Komm / Hier

Lass deinen Hund im Zimmer frei, gehe ein paar Schritte weg, knie dich hin und ruf fröhlich „Hier!“ oder „Komm!“. Sobald er zu dir kommt, gibt es eine riesige Belohnung. Weil der Rückruf lebensrettend sein kann, ist er eine der wichtigsten Übungen überhaupt – mehr dazu findest du in meinem Artikel über Hund hört nicht mehr.

5. Nein / Lass es

Lege ein Leckerli auf den Boden und bedecke es mit deiner Hand. Sobald dein Hund aufhört daran zu schnüffeln und dich anschaut, sagst du „Ja!“ und gibst ihm ein anderes Leckerli aus deiner Hand – aber nicht das vom Boden. Obwohl das simpel klingt, ist diese Übung extrem wertvoll für den Alltag.

💡 Alle 5 Grundkommandos auf einen Blick? Schau dir unser Grundkommandos Poster an – ausdrucken und aufhängen, fertig. Mehr als ein Poster – dein täglicher Trainingsbegleiter. 🐾

Übungen 6–10: Impulskontrolle zuhause trainieren

Impulskontrolle bedeutet: dein Hund lernt, nicht sofort auf jeden Reiz zu reagieren. Daher sind diese Übungen besonders wichtig für ungeduldige oder aufgeregte Hunde. Weil Impulskontrolle im Alltag ständig gebraucht wird, lohnt sich die Mühe absolut.

6. Warte vor dem Futter

Stelle die Futterschüssel hin – aber lass deinen Hund erst fressen wenn du „Okay!“ sagst. Am Anfang reichen 3 Sekunden. Steigere die Wartezeit täglich um ein paar Sekunden. Weil dein Hund zweimal täglich frisst, hast du automatisch zwei Trainingseinheiten pro Tag ohne extra Aufwand.

7. Warte an der Tür

Bevor du die Tür öffnest, wartet dein Hund. Er darf erst raus wenn du „Okay!“ sagst. Deshalb ist es wichtig, konsequent zu sein – auch wenn es eilig ist. Diese Übung kann in gefährlichen Situationen buchstäblich Leben retten.

8. Nicht springen beim Begrüßen

Dreh dich einfach um wenn dein Hund springt – kein Schimpfen, kein Wegschieben. Sobald alle vier Pfoten auf dem Boden sind, gibt es Aufmerksamkeit und Lob. Mehr dazu findest du in meinem Artikel über Hund springt an.

9. Leckerli vom Boden ignorieren

Wirf ein Leckerli auf den Boden und sage „Lass es“. Sobald dein Hund wegschaut und dich anblickt, bekommt er ein Leckerli aus deiner Hand – aber nicht das vom Boden. Weil Hunde schnell lernen was sich lohnt, funktioniert diese Übung erstaunlich schnell.

10. Ruhig bleiben bei Klingel

Übe das Türklingeln bewusst: Lass jemanden klingeln, dein Hund bleibt ruhig – Belohnung. Klingt einfach, braucht aber viele Wiederholungen. Trotzdem lohnt es sich, weil Klingelreaktionen einer der häufigsten Alltagsstressfaktoren für Hunde sind.

⚠️ Wichtig: Impulskontrolle braucht Zeit. Erwarte keine Wunder nach einem Tag – aber nach 2–3 Wochen konsequentem Üben wirst du einen deutlichen Unterschied sehen.

Übungen 11–15: Körpersprache und Kommunikation

Dein Hund kommuniziert ständig mit dir – obwohl du vielleicht nicht immer weißt was er sagt. Diese Übungen helfen euch beide besser zu verstehen. Weil Kommunikation die Grundlage jeder guten Mensch-Hund-Beziehung ist, solltest du sie nicht überspringen.

11. Augenkontakt üben

Halte ein Leckerli zwischen deine Augen und warte bis dein Hund dich anschaut. Sobald Blickkontakt entsteht, sagst du „Ja!“ und belohnst. Weil Augenkontakt die Grundlage für alle anderen Kommandos ist, lohnt sich diese Übung extrem.

12. Namen festigen

Sage den Namen deines Hundes – wenn er schaut, kommt sofort Belohnung. Klingt banal, ist aber wichtig. Denn viele Hunde hören zwar ihren Namen, reagieren aber nicht mehr zuverlässig darauf – besonders draußen mit Ablenkungen.

13. Handzeichen einführen

Kombiniere jedes Kommando mit einem klaren Handzeichen. Unser 15 Handzeichen Poster zeigt dir genau welche Zeichen sich bewährt haben – einfach ausdrucken und loslegen. Außerdem sind Handzeichen ideal wenn dein Hund älter wird und schlechter hört.

14. Berührungen gewöhnen

Fasse deinen Hund regelmäßig an Pfoten, Ohren, Maul und Schwanz an – immer mit Belohnung danach. Deshalb ist diese Übung so wichtig: beim Tierarzt oder Hundefriseur reagiert dein Hund dann entspannt statt gestresst.

15. Körpersprache lesen lernen

Beobachte deinen Hund täglich bewusst – wedelt er mit dem ganzen Körper oder nur mit dem Schwanz? Sind seine Ohren angelegt oder aufgestellt? Unser Körpersprache Poster hilft dir dabei, die Signale deines Hundes richtig zu deuten.

💡 Wusstest du? Hunde zeigen Stress oft durch subtile Signale – Gähnen, Wegschauen oder Lecken über die Nase. Wer diese Signale kennt, kann rechtzeitig reagieren bevor es zu Problemen kommt.

Übungen 16–20: Leinenführigkeit und Bewegung

Diese Übungen kannst du sogar in der Wohnung oder im Flur üben – bevor du draußen damit anfängst. Weil der Flur keine Ablenkungen hat, lernt dein Hund hier viel schneller als auf der Straße. Daher ist der Flur dein bestes erstes Trainingsgelände.

16. Leinenführigkeit im Flur

Gehe mit deinem Hund an der Trainingsleine durch den Flur – bei lockerer Leine gibt es Lob, bei Ziehen bleibst du stehen. Alles über Leinenführigkeit findest du in meinem Artikel Leinenführigkeit trainieren.

17. Richtungswechsel üben

Wechsle plötzlich die Richtung – dein Hund soll dir folgen, nicht umgekehrt. Sobald er bei dir bleibt, gibt es Belohnung. Daher lernt dein Hund: es lohnt sich auf dich zu achten statt selbst voranzustürmen.

18. Stopp und Warte

Bleibe mitten beim Gehen plötzlich stehen. Dein Hund soll auch stehen bleiben und auf dich schauen. Diese Übung ist die Basis für einen zuverlässigen Rückruf – weil dein Hund lernt immer auf dich zu achten.

19. Bei Fuß ohne Leine zuhause

Übe „Bei Fuß“ zuerst ohne Leine im Wohnzimmer – dein Hund läuft auf deiner linken Seite mit. Belohne jeden Schritt der klappt. Weil das die schwierigste Übung dieser Gruppe ist, brauchst du hier am meisten Geduld und Konsequenz.

20. Geschirr anlegen üben

Lege das Geschirr an und aus – immer mit Belohnung danach. Viele Hunde reagieren aufgeregt oder ängstlich beim Anziehen. Deshalb lohnt es sich, das zuhause in Ruhe zu üben bevor es draußen stressig wird.

💡 Leinenführigkeit ist Übungssache! Unser Leinenführigkeit Poster zeigt dir Schritt für Schritt wie es funktioniert. Mehr als ein Poster – dein täglicher Trainingsbegleiter. 🐾

Übungen 21–25: Gehirnarbeit und Nasenarbeit

Diese Übungen sind oft unterschätzt – dabei machen sie deinen Hund genauso müde wie ein langer Spaziergang. Weil Hunde Nasen-Tiere sind, ist Nasenarbeit echte mentale Arbeit für sie. Außerdem macht sie unglaublich viel Spaß – für Hund und Mensch.

21. Versteckspiel mit Leckerlis

Verstecke Leckerlis unter Tassen oder kleinen Schüsseln und lass deinen Hund suchen. Starte einfach mit einer Tasse – steigere auf drei oder mehr. Dein Hund wird begeistert sein und du wirst staunen wie konzentriert er dabei ist.

22. Such-Spiel mit Spielzeug

Zeige deinem Hund sein Lieblingsspielzeug, lass ihn kurz schnüffeln und verstecke es dann in einem anderen Zimmer. Gib das Signal „Such!“ – sobald er es findet, gibt es riesiges Lob. Obwohl das simpel klingt, ist es extrem erschöpfend für deinen Hund.

23. Schnüffelteppich oder Futtermatte

Streue Leckerlis in einen Schnüffelteppich – dein Hund muss suchen und wühlen. Das dauert 10–15 Minuten und macht so müde wie ein 30-minütiger Spaziergang. Trotzdem ist es kein Ersatz für echte Bewegung draußen.

24. Schachtelspiel

Stelle mehrere Kartonschachteln auf – in einer davon liegt ein Leckerli. Dein Hund soll die richtige Schachtel finden. Daher lernst du auch: wie gut ist die Nase deines Hundes wirklich?

25. Namen-Spiel mit Gegenständen

Zeige deinem Hund immer wieder denselben Gegenstand – sage dabei dessen Namen. Nach vielen Wiederholungen kannst du testen ob er ihn aus mehreren Gegenständen raussucht. Weil intelligente Rassen hier besonders gut sind, macht diese Übung mit ihnen besonders viel Spaß.

⚠️ Wichtig: Nasenarbeit und Gehirnspiele sind kein Ersatz für Bewegung – aber eine tolle Ergänzung. An Regentagen oder wenn dein Hund krank ist, sind sie perfekt um ihn auszulasten.

Dein Trainingsplan für die Woche

Damit du nicht planlos trainierst, habe ich dir einen konkreten Wochenplan zusammengestellt. Weil Struktur beim Training enorm hilft, empfehle ich dir diesen Plan als Orientierung – nicht als starre Vorgabe.

Montag: Grundkommandos – Sitz, Platz, Bleib. Dienstag: Impulskontrolle – Warte, Lass es. Mittwoch: Rückruf und Augenkontakt. Donnerstag: Nasenarbeit und Suchspiele. Freitag: Leinenführigkeit im Flur. Samstag: Wiederholung der Woche. Sonntag: Freispiel und Entspannung – auch Hunde brauchen einen freien Tag.

Weil ein ausgedruckter Plan hilft den Überblick zu behalten, schau dir gerne unseren druckbaren Trainingsplan an – einfach aufhängen und täglich abhaken. Mehr Tipps für die ersten Wochen findest du auch in meinem Artikel Welpen erziehen die ersten 4 Wochen.

Was tun wenn nichts klappt?

Manchmal hängt man fest – das ist völlig normal. Wenn dein Hund partout nicht hören will, gibt es meistens drei Gründe: die Übung ist zu schwer, die Belohnung ist nicht gut genug, oder dein Hund ist zu abgelenkt oder müde.

Gehe einen Schritt zurück und fange einfacher an. Weil Frustration auf deinen Hund übergeht, ist es wichtiger ruhig zu bleiben als schnell Fortschritte zu machen. Falls du professionelle Unterstützung brauchst, schau dir gerne den Online Welpenkurs von Sarah Löwenstein an – einer der besten deutschen Online-Kurse die ich kenne. Alternativ ist auch der Kurs von Désirée Scheller sehr empfehlenswert.

Fazit: Training zuhause ist einfacher als du denkst

25 Übungen – und du brauchst dafür weder Platz noch teure Ausrüstung. Alles was du brauchst sind ein paar Leckerlis, 10 Minuten Zeit und die Bereitschaft konsequent zu sein. Weil kleine Schritte große Wirkung haben, fang heute noch mit der ersten Übung an.

Dein Hund wartet schon auf euch! 🐾

Dieses Poster kannst du dir ganz einfach ausdrucken und aufhängen – als tägliche Erinnerung für dich und deinen Hund. 🐾

👉 Jetzt als Poster ansehen

Häufige Fragen zum Hundetraining zuhause

Wie lange dauert es bis mein Hund ein Kommando lernt?

Das hängt vom Hund ab – manche lernen es in 3 Tagen, andere brauchen 3 Wochen. Trotzdem gilt: tägliches Üben ist der Schlüssel. Weil Hunde das Gelernte im Schlaf verarbeiten, hilft tägliches Training viel mehr als seltenes intensives Training.

Kann ich auch einen älteren Hund noch trainieren?

Ja – absolut! Der Spruch „Alte Hunde lernen keine neuen Tricks“ ist schlicht falsch. Ältere Hunde brauchen manchmal etwas mehr Zeit, aber sie lernen genauso gut. Außerdem profitieren sie besonders von Gehirnarbeit und Nasenübungen.

Brauche ich professionelle Hilfe?

Nicht unbedingt. Für die Grundübungen reichen diese Tipps völlig aus. Bei ernsteren Problemen wie Aggression oder extremer Angst empfehle ich jedoch einen Profi – oder zumindest einen guten Online-Kurs. Weitere Empfehlungen findest du in meinem Kursvergleich.

Wie viele Leckerlis brauche ich pro Training?

Kleine Leckerlis – etwa erbsengroß. Pro Einheit reichen 20–30 Stück. Weil das Kalorien sind, rechne sie in die tägliche Futtermenge ein. Deshalb empfehle ich kalorienarme Trainings-Leckerlis die speziell fürs Training gemacht sind.

Was wenn mein Hund nicht motiviert ist?

Entweder die Leckerlis sind nicht gut genug – oder dein Hund ist müde. Probiere hochwertigere Belohnungen oder trainiere zu einer anderen Tageszeit. Weil Motivation die Grundlage für erfolgreiches Training ist, lohnt es sich hier zu experimentieren bis du herausfindest was deinen Hund am meisten begeistert.